EDUARD
"Romeo"
JEDELSKY
Schlagwerk
Der junge Herr Jedelsky wurde im März 79 vom legendären Alfred "King" Karasek zufällig bei einem
der wenigen öffentlichen Auftritte seiner
"Blue Guitars" (Ausgabe #109) entdeckt.
Denn als bei diesem Konzert der damalige "Blue Guitars" Schlagzeuger, Georg "Schurl" Kronberger,
aufgrund übermäßigen Alkoholgenusses, vor Ende des Auftrittes, seinen Platz hinter dem Schlagwerk
verlassen mußte, sprang der, bis dahin in der Szene völlig unbekannte, Eduard Jedelsky
spontan ein.
Der "King" war so begeistert, daß er ihn sofort in die
110. Ausgabe der "Blue Guitars" holte!
Doch die Freude währte nicht lange, im Gegenteil: Nachdem der "King" den einzigen gut besuchten
Auftritt seiner langen Karriere, zusammen mit der vom Herrn Kurt beurlaubten
Chefpartie gegeben hatte,
kam es zum Eklat: Die Mitglieder der "Blue Guitars", anscheinend doch ziemlich
gekränkt über den Auftritt ihres Lehrmeisters mit der Chefpartie, vorallem weil sie nicht als
Gäste mitspielen durften, wollten fortan nicht mehr mit dem "King" auftreten.
Zuerst verließ Lukas Wildner (Bass) die "Guitars" (als Ersatz holte der junge Herr Jedelsky
seinen Freund "Charly Horak" in die
"Blue Guitars" #110) und als der "King"
auch noch das seit Jahren an Lead- & Rythmusgitarre agierende Brüderpaar Bednarsky trennte, und Josef
Havlicek als neuen Leadgitarristen anstellte, beschlossen Edi, Charly & Mike Bednarsky eine eigene
Formation zu gründen:
"Suck Power" (81-83), besetzt wie ein gutes altes Bluestrio (Gitarre, Baß, Schlagzeug),
spielten aber doch eher einen sehr modernen rabiaten Blues, und wurden deshalb auch oft als "Sackbauer", die echten
Wiener, mißverstanden.
Ein triumphales Comeback-Konzert des Herrn Ostbahn am 1.4.1983 in der Szene Wien war gleichzeitig
der endgültige Abschied von der "alten" Chefpartie:
Rudi Stolz und
Theo Tatic zogen sich
zurück - der eine in seine Altwarenhandlung, der andere in seine Heimatstadt an der jugoslawischen
Adria.
So mußte sich der Herr Kurt um ein neues Rhythmusduo umschauen und traf unweigerlich auf die, mit
"Suck Power" etwas ins Stocken geratenen, Herren
Jedelsky und Horak. Er holte sie in die
Chefpartie #9 (Mai 84).
Von Mai 84 bis zum 29.10.1994 spielte der Herr Jedelsky, der bald, ob seiner vielen Frauenbekanntschaften
(vorallem in den Bundesländern) den Beinamen "Romeo" erhalten sollte, in den Chefpartie Ausgaben
9 bis
20.
Sein Schlagwerk ist auf folgenden Alben zu hören: OSTBAHN-KURTI & DIE CHEFPARTIE,
LIVE, A SCHENE LEICH,
LIAGN & LOCHN,
1/2 SO WÜD,
A BLEDE GSCHICHT,
SAFT & KRAFT,
TROST & RAT.
Zur Zeit (nach einem kurzen Gastspiel als Koberer des Wiener Orpheums) versucht sich der "Dipl.Ing."
Jedelsky, wenn er nicht gerade bei einem Konzert der Kombo gastiert, im Handeln mit Immobilien.