JOSEF
"Pepi"
HAVLICEK

Gitarren & Gesang

Von Oktober 67 bis Dezember 68 bildeten die "Roadrunners" mit Josef Havlicek an Gitarre & Gesang die härteste Konkurrenz zu Kurt Ostbahns erster Band "The Pharaos". Doch schon im Februar des folgenden Jahres gründeten beide zusammen mit dem "Roadrunners" Schlagwerker, Georg Slavik, eine neue Band, die zwar weniger ambitioniert wie ihre Vorgänger, dafür aber umso erfolgreicher agierte. Die raren Auftritte der "Revenge" bestanden aus nur zwei - umjubelten - Nummern: einem extrem schnellen "Sabre Dance" und einem extrem langen "Spoonful" (bis zu 45 min).
Nach Georg Slaviks Abgang nach Nepal fusionierte man sich mit dem "Pharaos" Gitarristen, Andi Zech, und mit Theo Tatic & Rudi Stolz von "Cosa Nostra", einer weiteren lokalen Szeneband, zur Chefpartie #1 (Dez 73 bis Dez 75).
Josef Havlicek sollte dem Kurtl 17 Jahre lang die Treue halten und in den Chefpartie Ausgaben #1 bis #12 an der Leadgitarre tätig sein, ehe er, völlig unerwartet im Juni 86 seinen Rückzug aus der Chefpartie bekanntgeben sollte. Am 17.5.86 ehelichte er die Kaufmannstochter Hilde Wawra und verläßt nach der Hochzeitsreise (14 Tage Vollpension am Plattensee) die Chefpartie um Geschäftsführer im schwiegerelterlichen Betrieb ("Feinkost Wawra") zu werden.

Seine Gitarre ist auf folgenden Alben zu hören: ANITFROST BOOGIE, NOCHTSCHICHT, OSTBAHN-KURTI & DIE CHEFPARTIE, LIVE

Nach seinem Umstieg in den Feinkosthandel versorgte er seine alten Kumpane vor hohen Feiertagen mit ausgesuchten Spezereien und Spirituosen, und gelegentlich auch mit Eigenkompositionen, die in der knapp bemessenen Freizeit an der akkustischen Gitarre entstanden. Meist handelte es sich dabei um sentimentale Songs der Sorte "Es gibt Strossn", "Haasses Pflosta", "Nochsaison" udergl.
Nach seiner Scheidung blieb ihm wieder mehr Zeit fürīs Musizieren und so gastierte er ab 1991 des öfteren in der Chefpartie und war in ihrer letzten Ausgabe (#20) wieder an seiner alten Position, der Leadgitarre, tätig.