LEOPOLD
"Prinz"
KARASEK

Gitarren

Als der King Ende August 1988 in einer langen "musikalischen Besprechung" im Cafe Neubau um 4 Uhr Früh den Herrn Kurt endlich davon überzeugt hatte, daß eine ordentliche Rockband unbedingt zwei Gitarristen bräuchte, kam er sofort mit dem Vorschlag seinen, mittlerweile durch seine Tätigkeit in den "Blue Guitars" - Versionen #111- #115 ausgezeichnet herangereiften, Sohn doch als diesen neuen, zweiten Gitarristen einzustellen.
Und so kam es, daß ab dem 1. September 88 der junge Herr Karasek als das neue Mitglied der Chefpartie #14 begrüßt wurde.
Schon bald war er wegen seines ausgezeichneten Slidegitarrenspiels in aller Munde, und machte seinem Vater alle Ehre, indem er doch endlich den Namen Karasek als eine der ersten Adressen in Sachen Bluesgitarre auch in der Öffentlichkeit etablierte. Als bei den Aufnahmen zu "Liagn & Lochn" im Mai 1989 "Wild" Willy Brunner ganz überraschend verhaftet wurde, wuchs der "Prinz" in den folgenden Aufnahmetagen über sich hinaus, riß er das Führungsruder an sich und hielt somit den plötzlichen Verlust in Grenzen.

Seine Gitarre ist auf folgenden Alben zu hören: LIAGN & LOCHN, 1/2 SO WÜD, A BLEDE GSCHICHT, SAFT & KRAFT, TROST & RAT.

Er spielte in den Chefpartie Ausgaben #14 bis #19, ehe er am 24.9.94 in Innsbruck seinen überraschenden Rückzug bekannt gab, da ihn sein Vater für ein neues Projekt begeistern konnte. Es handle sich dabei um eine "Familien- und Ehrensache" begründete er seinen Abgang. Wenig später sollte auch die Szene erfahren wie recht er doch hatte, denn der "King" versuchte einen letzten Anlauf, nachdem ihn der Kurtl schon 1993 zu einigen Gastauftritten aus dem wohlverdienten Ruhestand auf die Bühne locken konnte, groß ins Geschäft einzusteigen. "Guitarasek" sollte ihm und seinen beiden Söhnen den ersehnten Durchbruch bringen. Er selbst agierte an allen möglichen Gitarren, der "Prinz" an der Slidegitarre und sein, bis dahin in der Szene völlig unbekannter, unehelicher Sohn, Karl "Dobromann" Ritter an der Dobro. Doch sie mußten bald das Handtuch werfen, da ihr Instrumentalblues in Wien und Umgebung kaum auf fruchtbaren Boden traf.

Zur Zeit, so hört man, plant er zusammen mit seinem Vater doch noch einmal die "Blue Guitars" wiederzubeleben. Einzige Bedingung dafür: es darf kein neues Mitglied geben, sondern alle Mitglieder der neuen 118. Ausgabe müssen schon in irgendeiner Version der "Blue Guitars" musiziert haben.