|
18. Juni 2003: „Slieve League“ [1], County Donegal, Irland: Joachim aus Graz und Reini aus Wien wandern auf den mit 600 Metern höchsten Klippen Europas, trinken mitgebrachtes Murauer [2] und haben eine Idee: eine Neuauflage des legendären Dipl.-Ing. Eduard Jedelsky-Doppelgänger-Wettbewerbs, passend zum Ostbahn Jahr 2003, passend zu den Auftritten der Chefpartie im Juli 2003, passend zu eigentlich jeder Gelegenheit. Zur Weiterentwicklung der Idee passt jedenfalls ausgezeichnet das tadellos gezapfte Guinness in Nancy´s Pub [3] im Städtchen Ardara am Abend desselbigen Tages.
28. Juni 2003: English Pub Running Horse, Graz: Nach einem anstrengenden Kombo/Chefpartie/Ostbahn 11 Konzert in Innsbruck sind Joachim aus Graz und Reini aus Wien froh über einen Day Off vor den beiden anstehenden und nicht minder anstrengenden Kombo/Chefpartie/Ostbahn 11 Konzerten in Graz. Leider finden auch die Herren Michi „Roadie de Luxe“ Zauner, Lutz vom Monitormix [4] und Lichtler Thomas T.T. Tinhof [5] den Weg ins Running Horse und verführen die bald-schlafen-gehen-wollenden Kurtologen zum schon-wieder-Sitzenbleiben-bis-zum-Morgengrauen. In der aufkommenden beschwingten Stimmung erzählt T.T. nicht nur von der Rasur seiner Brustbehaarung, sondern erklärt sich auch bereit, seinen guten Bekannten Alfred Lichtblau um die Moderation des Doppelgängerwettbewerbs zu bitten. Wiederum unterstützen etliche Pints Guinness die Weiterentwicklung des Projekts.
1. Juli 2003: Für jeden Wettbewerb braucht man eine Jury. Für den Edi Jedelsky Doppelgänger-Wettbewerb braucht man den Diplomingenieur selber und ein Schlagzeug. Man braucht auch ein Veranstaltungslokal, man braucht eine zur Verfügung stehende Technik und einen Techniker, der sich damit auskennt. Man braucht einen Termin, an dem alle genannten Personen Zeit haben. Damit auch Gäste kommen braucht man eine Website sowie jede Menge Werbe-Flyer. Für letztere braucht man erstens ein paar gute Fotos, zweitens ein Grafikprogramm und drittens eine Menge Geld für die Druckerei. Für das Geld braucht man einen Sponsor. Der Sponsor braucht Informationen.
Joachim aus Graz und Reini aus Wien telefonieren. Mit Charly Horak. Mit Alex Horstmann und Thomas Tinhof, der an Alfred Lichtblau verbindet. Mit Kurt Ostbahn. Mit der Druckerei Schreier & Braune. Mit Martin Moped vom Gasthaus Vorstadt. Mit T-Online. Ganz zum Schluss auch mit Edi Jedelsky. Und vor allem ziemlich oft miteinander. Horak, Horstmann, Lichtblau und Ostbahn finden einen Termin, an dem alle Zeit haben. Schreier und Braune druckt binnen zweier Tage. T-Online zahlt. Der Diplomingenieur fragt Reini und Joachim, ob sie verrückt sind. Alles also in bester Ordnung. Ein Programm oder einen Ablaufplan braucht man übrigens noch nicht. Deshalb geht´s in diesen Tagen auch ohne Guinness.
4. Juli 2003: Das Unmögliche ist eingetreten. Die Flyer treffen druckfrisch auf der Hohen Warte ein und auf ihnen stehen ein Datum, ein Ort und die Namen von ein paar Jurymitgliedern. Den ersten Flyer erhält Karl Ritter, der ihn sogleich weitergibt an den Edi selber. Der Diplomingenieur grinst, gibt dem Reini zum ersten Mal im Leben ein Busserl und verliert das Lachen erst, als erfährt, dass eine Anzahl von 5.000 Stück davon zum Verteilen an die Konzertbesucher bereit liegt. Joachim meint, dass man auch von der Vorstadt in die nahe Stadthalle wechseln könne, falls zu viele Besucher kämen. Das kleine Christinchen und ein paar ihrer Freunde von der Uni bescheren die Konzertbesucher mit dem Werbematerial. Und Kurt Ostbahn greift bei der Bandvorstellung während der Konzerte auf die althergebrachten Worte zurück: „der Gewinner des zweiten Preises beim Diplomingenieur Eduard Jedelsky Doppelgänger-Wettbewerbes: Herr Diplomingenieur Eduard Jedelsky!“ Alles leiwand also (nur leider gibt´s auf der Hohen Warte kein Guinness).
8. August 2003: Der Tag mit dem prägnanten Datum erscheint tatsächlich auf dem Kalender. Pickerl vom Doppelgänger-Wettbewerb kleben mittlerweile nicht nur auf den Häuseln von Chelsea und Flex, sondern auch im Skarabäus in Graz, im Quasimodo in Berlin, im Springsteen'schen Stone Pony, Asbury Park, New Jersey, [6] und am Gipfelkreuz der Ötztaler Wildspitze auf 3768 Meter Seehöhe.
Auf der Bühne der Vorstadt steht ein Schlagzeug. Auf einem Tisch stehen Schilder mit den Namen der Jurymitglieder, allesamt illustre Personen aus dem Ostbahn-Universum: der legendäre Karl Horak erscheint leibhaftig, also in persona (oder besser in taura oder in phantoma). Der junge Herr Horstmann ist dabei und hat sogar seine Gitarre mitgebracht. Heinz „aus Berlin“ Plehn ist mit dem Aeroplan angereist und hat ein Wörterbuch Österreichisch-Deutsch dabei, das er eventuell auch für die Ausführungen von Jurykollegin Birgit Denk brauchen könnte. Auch Kurt Ostbahn höchstselbst erscheint pünktlich und lässt eine Einladung zum am selben Abend stattfindenden Auftritt der Starmania-Christl sausen. Apropos, an dieser Stelle eine Mitteilung an all jene, die nicht gekommen sind, weil sie nur gekommen wären, wenn sie gewusst hätten, dass der Ostbahnkurti auch kommt: Monxmoi hot ma a Pech!
|
|