Dipl.-Ing. Eduard Jedelsky-Doppelgänger-Wettbewerb – EPISODE TWO

8. August 2003, 20:00 Uhr: Tröpfchenweise trifft das geschätzte Publikum ein. Hitzebedingt nicht gerade fahrplanmäßig pünktlich und zunächst allesamt dem Joachim und dem Reini wohl bekannt: Eva [1] und Tanja, die GiRLS (wie es der Polifka Rudl aussprechen würde, also "girl" nicht "[g3:l]") sind als erste da und beobachten interessiert die letzten Vorbereitungsarbeiten (die darin bestehen, praktisch alles vorzubereiten). Die Internetz-Kollegen von www.rockband.at erscheinen, Gästebuch-Stammgast Martin aus Simmering, Manuela mitsamt ihrem Lachen, Jörg vom legendären Duo Heini, Reini & Jörg und Ex- Konzertbesuch-Rekordhalter Niki Schmid. Auch das erste nicht bekannte Gesicht entpuppt sich als bekannt und gehört dem Helmut Brischar [2]. Der ist ebenfalls ehemaliger Rekordhalter und hat vor ca. 10 Jahren beschlossen, nach mehr als 130 besuchten Konzerten dem Kurti den Rücken zu kehren und ist nie wieder aufgetaucht. Nicht beim letzten Chefpartie-Auftritt im Jahr 1994, nicht zur Kombo und nicht zu den Comeback Konzerten der Chefpartie im Jahr 2003. Zum Doppelgänger-Wettbewerb kommt er.

Die DoppelgängerInnen
Kein Doppelgänger-Wettbewerb ohne Teilnehmer. Zum Glück sitzen Gunter und Regina beim Einlass und erleichtern die Gäste nicht nur um eine Spende fürs Integrationshaus und teilen Stempelaufdrucke (jedem Gast) und Backstage-Pässe (fast jedem) aus. Sie ermuntern auch insgesamt sieben KandidatInnen, ihr Glück als Eduard-Jedelsky-DoppelgängerIn zu versuchen: Der junge Herr Christian, die Claudia, der Flox, ein gewisser Helmuth E., der lange Wolfi, Michl und Suffy treten unerschrocken an und stellen sich den Aufgaben und Fragen des Moderators Alfred Lichtblau [4]. Der Mann im hellblauen Anzug kommt direkt aus Hawaii, ist daheim in aller Welt und hat bereits im Jahr 1986 ein Ostbahnkurti-Konzert im Gasthaus "Eiserner Mann" im Prater besucht, wie er stolz erzählt.

Zurück zu den KandidatInnen: Der geschulte Konzertbesucher kann in der Riege der AnwärterInnen auf den Edi-Doppelgänger-Pokal durchaus Prominenz aus der heimischen Schlagzeug-Szene erkennen: Bei Kandidat Christian handelt es sich um keinen geringeren als den Zeugler der Kombo, "Wödmasta" Eigner, Kandidat Michl rührt als "Miguel" beim "First Vienna Houseverstand" das Schlagzeug und Claudia bedient bei der Underground-Gruppe "Rauschzustand" das Trommelwerk. Allen gemeinsam ist ihr großes Vorbild: Diplomingenieur Eduard Jedelsky. Apropos - kann man es glauben oder ist es nur eine Traumphantasie - Kandidat Helmuth E. entpuppt sich beim zweiten Hinsehen als Eduard Jedelsky höchstpersönlich. Was es mit dem sonderbaren Inkognito-Namen auf sich hat - Understatement oder aber Chancenmaximierung - kann an diesem Abend übrigens nicht geklärt werden. Bezeichnend ist jedenfalls, dass der Diplomingenieur als einziger Kandidat nicht am bereitgestellten Doppelgänger-Tisch Platz nimmt, sondern sich zwischen seinen Auftritten der Gesellschaft von gleich zwei Damen im dunkleren Teil des Lokals widmet. Auch Bertl Baumgartner, Drummer bei Denk und Mom & Dead, ist im Saal zugegen. Bertl wird ab dem Ostbahn-Konzert in Oslip am 22. August bei der Kombo zu sehen und zu hören sein, da der Wödmasta wieder einmal an die Internationalität verborgt werden muss, und kann sich beim Wettbewerb wunderbar auf die vor ihm liegende Aufgabe einstimmen.

1. Runde: Die Pappfigur
Der erste Bewerb beginnt damit, dass der internationale Schlagzeuger Christian Eigner seinen Kopf durch eine lebensgroße Edi-Jedelsky Papp-Figur stecken muss und von Lichtblau mittels einer Sofortbildkamera auf Polaroid festgehalten wird. Leider kommen die Herren Dave Gahan und Martin Gore nicht zufällig vorbei - es wäre reizvoll gewesen, die Reaktion von Christians Kollegen bei Depeche Mode auf diesen Auftritt ihres Live-Schlagzeugers zu beobachten. Den ersten Bewerb gewinnt übrigens der junge Herr Michl [5] ziemlich souverän mit 45 Punkten, vielleicht weil er der einzige ist, der auch durch das Loch hindurchsehend seine Zigarette nicht abnimmt - und auch der Herr Jedelsky hatte ja immer eine Tschik im Mund (und mindestens 3 Meter Asche, wie Alfred Lichtblau richtig bemerkt). Am wenigsten Ähnlichkeit zu Eduard Jedelsky kann die Jury leider bei Eduard Jedelsky feststellen - Kandidat Helmuth E. erhält nur 23 Punkte. Der letzte Teilnehmer "Suffy" kommt erstens mit Pyjama und zweitens zu spät, beide Aspekte erinnern wirklich frappant an den Diplomingenieur und werden von der Jury mit 39 Punkten und dem zweiten Zwischenrang belohnt.

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