Dipl.-Ing. Eduard Jedelsky-Doppelgänger-Wettbewerb – EPISODE THREE

2. Runde: Luftschlagzeug & Asche
Bei der zweiten Runde kommt zum ersten Mal das Schlagwerk ins Spiel, allerdings noch nicht das auf der Bühne bereitstehende Instrument - vielmehr müssen sich die KandidatInnen bei der vom Band eingespielten Nummer "Schee, Schee, Schee" (mit dem schönen Zitat: "Edi, tanz!") im Luftschlagzeug-Spiel beweisen. Erschwerend kommt hinzu, dass ein weiteres wichtiges Ziel dieser Runde ist, während des Spielens eine möglichst lange Asche zusammenzurauchen. Die Anregung zu diesem Bewerb kam übrigens vom legendären Welser Peter Kaiser, ebenfalls ehemaliger Ostbahn-Rekordhalter sowie Drittplatzierter bei der österreichischen Meisterschaft im Luftgitarre-Spielen im Jahr 2001. Leider kann er an diesem Abend nicht das Luft-Instrument wechseln, der Grund dafür heißt Niki [1] und kommt am Tag nach dem Bewerb zur Welt.

Die Taktik der DoppelgängerInnen in dieser Runde ist durchaus unterschiedlich: während Kandidatin Claudia sich gänzlich auf ihre Asche konzentriert und das in-die-Luft-Trommeln verweigert, muss sich der lange Wolfi in dieser Situation leider als Nichtraucher outen - das Ergebnis sind magere 21 (Claudia) bzw. 15 (l. Wolfi) Punkte der strengen, aber gerechten Jury. Michls bereits 3,7 cm lange Asche [2] stürzt leider vor dem Ende der Nummer ins Bodenlose und Christian bläst sich 2,1 cm selbst von der Zigarette, beide landen im Mittelfeld. Die höchste Wertung erzielt Helmuth Edi mit 46 Punkten dank überzeugenden Luftschlagzeugspiels, 3,7 Zentimetern Asche und der Tatsache, mit seiner Zigarette haargenau am Ende der Nummer fertig zu sein. Knapp dahinter rangiert Pyjama-, Brillen- und Hutträger Suffy mit ebenfalls 3,7 Zentimetern und 45 Punkten [3]. Inoffizieller Sieger wird jedoch Jurymitglied Kurt Ostbahn, der stolz rekordverdächtige 4,5 Zentimeter Zigarettenasche präsentieren kann.

3. Runde: Das Schlagzeug
Nach zwei Bewerben führt Suffy (84 Punkte) knapp vor Michl (82 Punkte) und Christian (70 Punkte). Doch das Vorgeplänkel der ersten beiden Runden ist vorüber. Nun geht es nicht mehr ums Rauchen oder in-die-Luft-Trommeln, es geht endlich ans Eingemachte: Herr Lichtblau erklärt kompetent die Teile des sich auf der Bühne befindlichen Schlagzeugs [4] - vom Sessel über Base-Drum und Charleston-Maschine bis zu den Sticks - und die KandidatInnen, egal ob sie bei Depeche Mode spielen oder noch nie ein Schlagwerk aus der Nähe gesehen haben, müssen eine selbstgewählte Nummer von einer Chefpartie-CD on the drums begleiten. Dies natürlich very Romeo like, also sollten zum Erreichen einer hohen Punktezahl Depeche-Mode-Schlagzeuger nicht zu gut, blutige Anfänger aber auch nicht zu schlecht spielen.

Die Jury wünscht sich den gewissen Helmuth E. als ersten Bewerber auf die Bühne und der legt zur Nummer I hea die Klopfn eine nahezu perfekte Performance hin [5]. Sein Spiel, sein Auftreten und seine Asche sind derart umfassend ähnlich zu denjenigen des Herrn Jedelsky aus Chefpartie-Tagen, dass die Experten in der Jury mit 48 Punkten die höchste Einzelwertung des gesamten Abends vergeben! Horstmann und Plehn versuchen sogar, die Tafeln 10 und 0 gemeinsam zu einem Hunderter zu verbinden, doch kann dies von Herrn Lichtblau leider nicht akzeptiert werden.

Auch die nächsten DoppelgängerInnen, Christian mit 57er Chevy und Claudia mit Feia wissen durchaus zu überzeugen und erhalten respektable 44 bzw. 43 Punkte. Auch den langen Wolfi (Neiche Schoin, 31 Punkte) und den Michl (Wo hamma denn den Foaschein, 41 Punkte), die im folgenden am Schlagzeug Platz nehmen, kann man als nicht ganz unversiert am Trommelwerk bezeichnen. Was das Publikum wirklich sehen will, wird ihm erst durch Suffy (Ollas hot sei End, 27 Punkte) und Flox (Wirklich Woa, 30 Punkte) geboten: Jemanden beim Schlagzeug-Spielen zu erleben, der dies noch nie gemacht hat. Vor allem Suffy bringt das Publikum durch zwar ungekonntes doch sehr ambitioniertes Spiel zum Johlen. Seine schier überschäumende Begeisterung beweist er, als die Nummer schon vorbei ist und Suffy dem Horak einen langgehegten Wunsch erfüllt: der Stier von Simmering erlebt zum ersten Male ein Solo von einem Herrn Jedelsky und belohnt den Doppelgänger dafür mit 10 Punkten.

Hier geht's zu den Fotos!

zum Vergrößern anklicken

zum Vergrößern anklicken

zum Vergrößern anklicken

zum Vergrößern anklicken

zum Vergrößern anklicken

zum Vergrößern anklicken


Die Geschichte | EPISODE ONE | EPISODE TWO | EPISODE THREE | EPISODE FOUR | Hätten Sie's gewusst?