4. Runde: die Fragestunde
Vor der letzten Runde führt Kandidat Michl dank einer konstant guter Leistung mit 123 Punkten vor dem ehemaligen Schlusslicht Helmuth Edi (117), knapp gefolgt von Christian (114) und Suffy (111). Die Entscheidung um den Doppelgänger-Titel wird spannend wie ein Krimi von Hitchcock, ein Fußball-WM-Finale oder eine Autofahrt mit Kohlen-Güntl.
Im letzten Bewerb warten eine Reihe von Fragen zur Person Eduard Jedelsky auf die Doppelgänger. Von leicht und allen bekannt (wie lautet die seinerzeitige Telefonnummer von Dipl.-Ing. Eduard Jedelsky?) bis schwierig und nur von Insidern beantwortbar (was hat Edi nach einem Konzert im Jahr 1993 im Grazer "Skarabäus" mit Wirtin Sonja getauscht?) reicht das Repertoire der von Lichtblau gestellten Fragen. Die Möglichkeit, Anfragen an das Publikum zu stellen oder das Benutzen von Telefonjokern wird den KandidatInnen übrigens trotz mehrfachen Ansuchens nicht zugestanden. Zum Nachlesen und Mitraten finden Sie die Fragen im übrigen in unserer beliebten Rubrik Hätten Sie´s gewusst?
Insgesamt werden von den insgesamt 16 Fragen acht richtig und acht falsch beantwortet, die Leistung der KandidatInnen differiert: Spitzenreiter Michl ist offensichtlich so angespannt, dass er laut eigener Aussage die Antworten zwar weiß, jedoch nicht mehr denken, reden oder sonst irgendetwas mitkriegen kann. Er verhaut beide Fragen und auch die Zusatzfrage und fällt mit der geringsten Wertung des Abends von 7 Punkten vom ersten auf den undankbaren fünften Platz zurück. Suffy und Christian beantworten hingegen souverän ihre Fragen korrekt und erzielen jeweils beachtliche 44 Punkte.
Das heißt, Edi Jedelsky alias Helmuth E. muss mindestens 41 Punkte erreichen, um nicht erneut nur Zweiter bei seinem eigenen Doppelgänger-Wettbewerb zu werden. Bei seiner ersten Frage (Wo herrschte nie Romeonitis?) übersieht er offensichtlich das "nie" und antwortet keck mit "Überall", was leider ganz falsch ist. Der richtigen Antwort auf seine zweite Frage (Wie lange dauerte das längste je von Eduard Jedelsky gespielte Schlagzeugsolo?) sehen viele im Saal gespannt entgegen. Ohne langes Nachdenken entscheidet sich der Diplomingenieur für 0 Sekunden, was zunächst auch als korrekt gewertet wird. Doch dann meldet sich Karl Horak zu Wort und erzählt, dass sich die Chefpartie jahrelang vergeblich bemüht hätte, den Herrn Jedelsky zu einem einem Solo zu verleiten. Doch einmal hätten alle unversehens aufgehört zu spielen und nach einem Stocken des Edi hätte es 2 Sekunden gedauert, bis er die Groove weitergetrommelt hätte. Und: Auch nix ist ein Solo. Die richtige Antwort lautet also 2 Sekunden und die Kurtologie-Lexika müssen in diesem Punkt wohl umgeschrieben werden. Die Zusatzfrage nach Edis Kollegen bei "King Karasek & die Blue Guitars" in den 70er Jahren kann Edi selbstredend problemlos beantworten.
Die Jury jedoch kann sich bezüglich der Wertungen für seine Leistung leider überhaupt nicht einig werden. Vier mal 10 Punkten stehen 0 Punkte von Herrn Horstmann gegenüber, das bedeutet (wer hätte das geahnt?) - 40 Punkte und schlussendlich der zweite Platz für Dipl.Ing. Eduard Jedelsky, der somit weiterhin das Schicksal mit Charly Chaplin und Hans Moser teilen muss.
Christian Eigner jedoch, dem viele den letzten Platz prophezeit hatten, steht am Ende des Tages als Überraschungssieger fest. Der glückliche Gewinner erhält als ersten Preis die abgegriffenen Original Sticks, den Original-Hut und ein Original-Crashbecken (aus dem ein Eck ausgebrochen ist) vom Original-Edi Jedelsky, benutzt beim legendären Konzert am Ostbahn 11 Platz im Jahr 1991. Der zweite Preis besteht sensationellerweise darin, eine Nacht mit Edi Jedelsky verbringen zu dürfen, über diese darf sich Helmuth Edi freuen, der drittplatzierte Suffy bekommt wie die weiteren DoppelgängerInnen eine signierte Chefpartie-CD eigener Wahl.
Zu guter Letzt, fast hätten wir vergessen, es zu erwähnen:
8. August 2003, 23:30 Uhr: Joachim und Reini stoßen mit mitgebrachtem Guinness auf die Slieve League und die dort sprießenden Ideen an.
© RaW
Die Zugabe
"No, woits ned no wos spün" meint Alfred Lichtblau, als der Doppelgänger-Wettbewerb zu Ende ist, zu den anwesenden und nicht unnamhaften Musikanten, und so geschieht es auch. Da dieser Bericht jedoch bereits aus allen Nähten platzt möchten wir uns im folgenden auf die vereinfachte Darstellung der Kollegen vom Espresso Rosi beschränken:
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