7:3 in Ebergassing gegen Team Technik mit Tinhof und Zauner - Steinacher traf nach der Pause nach Belieben - Kohlen-Güntl: "Ostbahn war besser"
Team Ostbahn : Team Technik 7:3 (3:3) Ebergassing-Stadion, 3 Zuschauer, Schiedsrichter: keiner (die schwoaze Sau = Spanferkerl wurde schon vor Anpfiff gegrillt und verzehrt)
Ebergassing - Das Team Kurt Ostbahn schlug am Samstagnachmittag im Stadion von Ebergassing (NÖ) den regierenden Tournee-Meister "Technik" verdient mit 7:3 (3:3). Gut 3 Zuschauer bejubelten die Tore des aktuellen Tournee-Schützenkönigs "Webmeister" Joachim "aus Graz" Steinacher (45.,/47./66./75./88.) und von Kurt Ostbahn (11.), sowie Schlagzeuger Herbert Pirker (23.). Michi "Roadie de luxe" Zauner (5.) und Prof. Gugg (19./36.) trafen gegen eine in allen Belangen überaschende Ostbahn-Elf für die Techniker.
Der Weltmeister 45 Minuten im Einsatz
Dass sich die internationale Truppe der mit allen Kabinettstückerln versierten Techniker erst in der Vorbereitung befindet und mit einigen Leihspielern (Tanja Pruckmoser, Prof. Gugg) antrat, soll nicht unerwähnt bleiben, mochte den Erfolg der Ostbahn-Kicker aber nicht wesentlich zu schmälern. Immerhin war nach Seitenwechsel der sündteure Superstar Karl Ritter von Stockerau (Weltmeister im Stromrudersolo) zu sehen und in den zweiten 45 Minuten dominierte Ostbahn doch deutlich.
Spielertrainer Kurt Ostbahn, der nur auf die gelb-gefährdeten Ricky Gold und Alex Horstmann sowie den leicht angeschlagenen Chris "Angelface" Eigner verzichten musste, hatte seine Mannschaft optimal auf die favorisierten Techniker eingestellt. Die "Simmeringer Selecao" hatte sich neben Shooting-Star Webmeister Joachim aus Graz ("vom jugendlichen Konzertbesucher zum Überstar des FC Ostbahn") mit weiteren Talenten aus dem Zuschauerbereich verstärkt: Reini von "Heini, Reini & Jörg" und Michi "aus der 1sten Reihe" hatten erstmals ein Ostbahn-Leiberl.
Gugg im Doppelpack
Das Spiel war in der Anfangsphase von Taktik geprägt. Das Team rund um Kurt Ostbahn, der nach einem ausgedehnten Mittagsschläfchen ausgeruht ans Werk ging, ließ sich weit zurückfallen und setzte auf Konter über den schnellen Joachim. Die Technik-Kundigen machten in der Anfangsphase das Spiel, erkämpften sich im Mittelfeld mit viel Aggressivität und Zweikampfstärke ein deutliches Übergewicht und zeigten von der ersten Minute an unbedingten Siegeswillen. Schon in der 5. Minute hieß es 1:0. Michi "Roadie de luxe" Zauner verwertete eine Hereingabe von T.T.Tinhof aus kurzer Distanz zum 1:0. Der Torjäger ließ weitere Möglichkeiten, bei denen sich auch Kurt Ostbahn auszeichnete, ungenützt. Das hoch gelobte singuläre Ostbahn-Offensivtrio "Heini, Reini & Jörg" Jellinek kam zunächst nicht ins Spiel, weil Grosslercher und Co einen gezielten Spielaufbau verhinderten.
Die beste Chance zu Beginn hatte allerdings die Ostbahn-Elf. Herbert Pirker scheiterte in der 9. Minute nach idealer Webmeister-Vorlage allein vor dem Gehäuse am Aluminium.
Ostbahn dank Elferglück stärker
Die Eisenbahner erfingen sich aber rasch, der erste Treffer der Ostbahn-Kicker fiel durch einen Elfer (nach 3 Cornern) durch Superstar Kurt Ostbahn selbst (17.). Das Spiel wurde nun offener. Zwar glückte Prof. Gugg der bereits zuvor einen Sitzer ausgelassen hatte, in der 20. Minute nach einem Ausschussfehler von Kurt Ostbahn das 2:1, doch ein weiterer Elfer, diesmal eiskalt verwertet von Herbert Pirker (33.) sorgte erneut für den Gleichstand. Im Finish der ersten Hälfte ging der Techniker AK zwar noch durch einen Treffer von Prof. Gugg nach schöner Vorarbeit von Michi Zauner in Führung (39.), entging einem Rückstand (Sunshine Silber traf das leere Tor nicht/37.) aber nur mit Glück.
Den verdienten Ausgleich erzielte "Webmeister" Joachim aus Graz (44.) nach einem Solo von Michi "kommt zu jedem Gig", der an Old-Boy Kohlen-Güntl scheiterte, mit einem Abstauber zum 3:3.
In der Nachspielzeit der ersten Hälfte fand Lutz vom Monitor-Mischpult in Kurt O. seinen Meister, der Ostbahn-Keeper verhinderte mit einem Reflex einen Pausenrückstand. Kurz davor allerdings war auch der Mann aus Simmering-Hasenleiten geschlagen, doch ein Tinhof-Schuss landete nur an der Latte (45.).
Der Webmeister weltmeisterlich
Doch damit hatte die Technik-Elf ihr Pulver verschossen. Joachim aus Graz brachte die Ostbahnler bereits in der 47. Minute unter kräftiger Mithilfe von Karl Ritter aus Stockerau in Führung, als der Technik-Torhüter einen Schuss von Klaus "Sunshine Silber" Trabitsch aus rund 20 m abprallen ließ und der Stürmerstar sicher zur Führung verwertete. Bereits 2 Minuten später erhöhte Joachim, der nun Erinnerungen an den "Papierenen" Matthias Sindelar aufleben ließ, nach einem sehenswerten Solo auf 5:3 (49.).
In der Folge entwickelte sich ein bei dieser Tournee wohl noch nie gesehenes Offensiv-Spektakel mit zahlreichen Chancen und sehenswerten Spielzügen. Für den nächsten Gang im Ostbahn-Gala-Diner sorgte wiederum Webmeister Joachim mit einem spektakulären Seitfallzieher, der knapp am Gehäuse vorbeistreifte (55.). Für die Techniker gab's nun gegen die gut gestaffelte Ostbahn-Abwehr kein Durchkommen mehr.
Fußball vom Feinsten
Die Ostbahn-Elf, die den Zuschauern in der zweiten Halbzeit einen Fußball-Leckerbissen servierte, war nun in allen Belangen überlegen, und zu diesem Zeitpunkt musste man befürchten, dass der nun mechanisch agierende FC-Technik in ein schlimmes Debakel schlittert.
Zunächst hatten die filigranen Techniker noch Glück, als Michi "beim Konzert ganz vorn" bei einem Zweikampf mit Lutz das Leder aus kurzer Distanz neben die Linie bugsierte (57.) und Karl Ritter rechtzeitig zur Stelle war, als Herbert Pirker den Ball nicht gleich unter Kontrolle brachte (61.).
In der 66. Minute scheiterte Kurt Ostbahn im Nachschuss (Michi "kann alle Texte auswendig" war an Zauner gescheitert), dann riss Ritter Silber im Strafraum nieder und Joachim verwertete den Elfer zum 6:3 (71.).
Das Team der Technisch-Versierten machte sich in der zweiten Hälfte nur drei Mal bemerkbar. Durch einen Kopfball von Lutz Monitormix (Zauner-Flanke/50.), einen Weitschuss von T.T.Tinhof (Pirker hielt/59.) und durch einen vergebenen Strafstoß von Karl Ritter (77.).
Schlenzer von Joachim
Ein herrlicher Spielzug besiegelten das Schicksal der Technik-Elf. Reini Jellinek hatte nach einem Solo-Lauf aus der eigenen Hälfte für Joachim abgelegt, und der Ostbahn-Star schlenzte den Ball im Strafraum in die lange Ecke (88.). Der webende Meister sicherte sich mit seinem fünften Treffer auch den Titel des Torschützenkönigs. Die "Penta" ist vollbracht und J.a.G. der große Held.
Mit insgesamt zwölf Tournee-Treffern schloss der Grazer damit auch zu Dipl.-Ing. Eduard Jedelsky auf, nur Steinzeit-Schlagzeuger Theo "Taktlos" Tatic (14) und der Stier von Simmering Charly Horak (17) haben bei Tournee-Endrunden mehr Tore erzielt.
Zufrieden stemmte Ostbahns Kapitän Kurt Ostbahn nach dem Schlusspfiff den Murauer-Pokal und meinte: "Das war heute ein herrlicher Fußballabend für die Zuschauer und jeden einzelnen Spieler von uns. Man hat gesehen, wenn man uns Fußballspielen lässt, können wir es auch. Die Techniker waren ein bisschen müde."
Erich Ötzinger, jr.
Team Ostbahn: Kurt Ostbahn - Klaus "Sunshine Silber" Trabitsch - Herbert Pirker - Reini (von Heini, Reini & Jörg) Jellinek - "Webmeister" Joachim aus Graz Steinacher (Ersatz: Michi "aus der 1sten Reihe")
Team Technik: Michi "Roadie de luxe" Zauner - T.T.Tinhof (Lichtorgel) - Lutz (Monitormix) - Prof. Gugg - Günter "Kohlen-Güntl" Grosslercher (Ersatz: Karl Ritter von Stockerau - Tanja Pruckmoser)
Torfolge:
0:1 (5.) Michi "Roadie de luxe" Zauner
1:1 (17.) Kurt Ostbahn (Elfer)
1:2 (20.) Prof. Gugg
2:2 (33.) Herbert Pirker (Elfer)
2:3 (39.) Prof. Gugg
3:3 (44.) "Webmeister" Joachim a.G.
4:3 (47.) "Webmeister" Joachim a.G.
5:3 (49.) "Webmeister" Joachim a.G.
6:3 (71.) "Webmeister" Joachim a.G. (Elfer)
7:3 (88.) "Webmeister" Joachim a.G.